Konradstrasse 55
CH-8005 Zürich
Di-Fr: 12:00 - 19:00
Sa: 11:00 - 17:00
Unter einem Dach
Die Boutique ‚konrad’ im Kreis 5 hat sich bereits etabliert. Die Boutiquebesitzerin Suy Ky Lim, bald Mutter zweier Kinder, hat sich dort einen Traum erfüllt: Neben ihrer eigenen Hausmarke versammelt sie ausgesuchte europäische Labels.
Das grosse Schaufenster zieht den Blick magisch an: Die Boutique ‚konrad’ ist eines der neuen Highlights in der kreativen Einkaufsmeile im Kreis 5. Seit drei Monaten hat der Store in der Konradstrasse 55 geöffnet. Boutique-Besitzerin Suy Ky Lim zieht ein erstes Resümee: „Für mich hat sich der Umzug gelohnt. Seither kommen nicht nur meine Stammkunden häufiger vorbei, sondern auch neue Kunden haben mich und mein Angebot entdeckt.“
Bis vor kurzem hatte die Zürcher Modedesignerin mit chinesischen Wurzeln ein Atelier-Laden an der Martastrasse. Schon länger hatte sie mit einem Umzug in das Trendquartier geliebäugelt. Aber erst jetzt fand sie ein geeignetes Ladenlokal, das ihren Wünschen entsprach. Nicht nur der Ort ist nun neu, auch das Konzept wurde massgeschneidert erweitert. Neben Suy Ky Lims eigener Marke gilt es über 20 weitere Labels zu entdecken. „Meine Stammkunden schätzen es, dass sie unter einem Dach ein ausgesuchtes Angebot an Mode, Schuhe, Taschen, Schals und anderen Accessoires finden.“ Dafür reist Suy Ky Lim an Messen und quer durch europäische Grossstädte, immer auf der Suche nach Labels, die ihre eigene Marke ‚suy ky lim’ ergänzen. Aus Belgien beispielsweise stammt ‚Mer du Nord’. Exklusiv in der Schweiz findet man jetzt an der Konradstrasse die Strickmode der Belgier. Ebenso wie die Mode des dänischen Labels ‚Best Behavior! ’, dessen Charakteristik aufwendige Schnitte sind. Schweizer Labels wie ‚Collection 66’ aus Lausanne oder ‚Kleinbasel’ runden das Angebot an Mode und Accessoires ab. Seit neustem können sich auch Herren an einem ausgewählten Angebot erfreuen. Und auch Schuhliebhaber kommen bei ‚konrad’ auf ihre Kosten. Beispielsweise bei den Entwürfen des dänischen Labels ‚D.co’ oder den expressiven Modellen der Baslerin Anita Moser, die trotz hohen Absätzen einfach bequem sind.
„Urban clever classic“ ist das Leitthema des Stores – klassische Mode für die Stadt, die smart und funktional ist. Ebenso wie Suy Ky Lims eigenes Label, das nun laufend fortentwickelt wird. Ihre Kleider sollen mehrfach kombinierbar sein und lange Zeit als „Lieblingsstück“ für Freude sorgen. „Ich muss nicht jede Saison alles neu erfinden“, erklärt sie, „ich entwickle lieber meine Schnitte immer weiter“. Bereits als „Klassiker“ der Kollektion gelten eine zeitlose, gerade geschnittene Hose, knielange, velotaugliche Röcke und ein Blusenkleid, das sich mit dem Zipper vorne schliessen lässt. „Man kann so sein Baby ganz praktisch stillen“. Eine Überlegung, die auch ganz privat geprägt ist. Denn die Designerin erwartet im Januar bereits ihr zweites Kind. „Mit Kindern muss man viel mehr organisieren“, sagt Suy Ky Lim, „aber man arbeitet auch viel effizienter und plant besser.“ Sie müsse mehr jonglieren als früher, aber eine Praktikantin und eine Angestellte unterstützen sie. Lim ist nicht nur Designerin und Boutique-Inhaberin, sondern unterrichtet seit 5 Jahren auch an der Luzerner Hochschule für Design und Kunst. Ein täglicher Spagat, bei dem ihr ihre langjährige Erfahrung im Modebusiness zugute kommt. Schliesslich habe sie sich nicht frisch von der Schule selbständig gemacht, sondern zunächst Erfahrungen gesammelt bei Modelabels wie Annex, Ida Gut und Pascal Humbert (Paris). Und schon 1998, noch während ihrer Ausbildung als Modedesignerin, fiel Suy Ky Lim an der Messe „Gwand“ mit ihrer Kollektion „Belly“ auf, die dank ausgeklügelter Schnitte und Verschlusseinsätzen sowohl als Alltagsbekleidung als auch als Umstandskleid tragbar war. Bereits im Diplomjahr gewann sie den Online-Preis am Prix Bolero 2000.
„Als Selbständige mit Kindern trennt man schneller Wichtiges von Unwichtigem“, erklärt Suy Ky Lim. Sicher, sie arbeite oft auch mal am Abend, wenn ihre Tochter schläft. Ihre Freiheit als selbständige Boutique-Besitzerin sei ihr dies aber wert. „Mit Kindern verändert sich der Blick auf die Welt und man wird offen für neue Ideen“. Wie man bei ‚konrad’ eindrücklich sieht.
Text von Andrea Eschbach
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